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 Betreff des Beitrags: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN - Kindersicherheitstag
BeitragVerfasst: 01.06.2014, 11:13 
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Nach den Verkehrsunfällen stellt das Ertrinken die zweithäufigste tödlich verlaufende Unfallart im Kindesalter dar. Etwa die Hälfte der Kinder, die in Deutschland jährlich ertrinken, sind Kleinkinder unter 6 Jahren. Vielen Eltern, Großeltern und Babysittern ist nicht bewusst, dass Kleinkinder auch in flachem Wasser von weniger als 10 cm Tiefe ertrinken können.

Säuglinge und Kleinkinder wehren sich nicht gegen das Ertrinken: Kinder ertrinken leise! Daher ist es ratsam, folgende Vorkehrungen zu treffen:
- Ist im eigenen Garten oder im Nachbargarten ein Gartenteich oder Swimmingpool vorhanden, sollte er durch einen Zaun von mindestens einem Meter H√∂he gesichert sein, der ein fest verschlie√übares Tor hat. Der Zaun sollte f√ľr Kinder nicht zu erklettern sein und keine Spitzen aufweisen. Der Gartenteich kann auch mit einem Abdeckgitter gesichert werden.
- Sind der Gartenteich oder das Biotop noch nicht vorhanden, sollte man auf deren Anlage verzichten, solange kleine Kinder im Haushalt leben oder häufig dort zu Besuch sind.
- Kleinkinder m√ľssen in der N√§he von ungesicherten Teichen ununterbrochen aus n√§chster N√§he beaufsichtigt werden.
- Auch Regentonnen, Brunnen u. √Ą. sind gef√§hrlich und sollten immer mit einem abschlie√übaren Deckel gesichert sein.
- Nach dem 3. Lebensjahr können und sollten Kinder schwimmen lernen.

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Sicherheit im und am Wasser
Planschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!

ist am 10. Juni 2014 das Thema des Kindersicherheitstages.


Informationen und Tipps, Daten und Hintergr√ľnde dazu finden Sie auf
http://www.kindersicherheit.de

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN
BeitragVerfasst: 06.06.2014, 15:44 
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AXA Kindersicherheitsreport 2014
Thema: Sicherheit im und am Wasser


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Kennen sich Eltern mit den besonderen Gefahren f√ľr Kinder im und am Wasser aus, und wie gehen sie damit um? Wie handhaben sie zum Beispiel die Aufsicht von Kleinkindern, wann und wie lernen Kinder schwimmen, und wann darf der Nachwuchs ohne erwachsene Begleitung ins Schwimmbad oder an den See?

Der AXA Kindersicherheitsreport 2014 zeigt, dass das Wissen von Eltern rund um Wassergefahren l√ľckenhaft ist. So sch√§tzt die Mehrheit der Befragten die Signale des Ertrinkens von Kindern falsch ein. Ebenfalls ist vielen Eltern nicht bewusst, dass f√ľr Kleinkinder selbst seichtes Wasser Gefahren birgt. Und obwohl fast jeder achte Befragte angibt, sein Kind musste schon einmal aus dem Wasser gerettet werden, sichert nur rund die H√§lfte der Eltern offene Wasserfl√§chen rund um Haus und Wohnung vollst√§ndig ab.

F√ľr den AXA Kindersicherheitsreport 2014 hat das Meinungsforschungsinstitut forsa im April 2014 1.018 Eltern online befragt. Die Ergebnisse der quantitativen Studie sind repr√§sentativ f√ľr Eltern mit Kindern unter 18 Jahren im Haushalt.

Der AXA Kindersicherheitsreport wurde 2013 erstmals ver√∂ffentlicht und ist Teil der AXA Kindersicherheitsinitiative. Vorrangiges Ziel ist es, Eltern f√ľr untersch√§tzte Gefahren zu sensibilisieren. Fachlich begleitet wird die Studienreihe von der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit f√ľr Kinder e.V., der f√ľhrenden Dachorganisation in Fragen der Unfallverh√ľtung und Kooperationspartner von AXA.

Weitere Informationen zum AXA Kindersicherheitsreport finden Sie unter
http://www.kindersicherheit.de/fachinfo ... tisen.html

und auf der Seite der AXA
http://www.axa.de/presse/mediathek/stud ... sicherheit

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 Betreff des Beitrags: Ab wann sollten Kinder schwimmen lernen?
BeitragVerfasst: 07.06.2014, 19:51 
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Ertrinken geh√∂rt zu den h√§ufigsten t√∂dlichen Unfallursachen im Kindesalter ‚Äď in allen Altersstufen! Noch weitaus h√∂her ist die Zahl der "Beinahe-Ertrinkungsunf√§lle", nicht selten mit schwerwiegenden, lebenslangen gesundheitlichen Beeintr√§chtigungen. Fr√ľhzeitig Schwimmen zu lernen, gibt Kindern im und am Wasser mehr Sicherheit und ist damit ein wichtiger Schutz vor dem Ertrinken.

Ab wann sollten Kinder schwimmen lernen?
Sich an Wasser zu gew√∂hnen und sich darin zu bewegen ist eine wichtige Vorstufe zum Schwimmen. Bereits im Kleinkindalter kann deshalb mit Wassergew√∂hnung begonnen werden. Drei- bis vierj√§hrige Kinder verf√ľgen zwar noch nicht √ľber die motorischen und kognitiven Voraussetzungen, um gleichseitige Bewegungsabl√§ufe zu koordinieren, sie k√∂nnen jedoch sehr gut an das nasse Element herangef√ľhrt werden. Wassergew√∂hnung sollte in dieser Lebensphase im Vordergrund stehen.

F√ľr die Teilnahme am Anf√§ngerschwimmkurs ist ein Alter von vier bis f√ľnf Jahren optimal. Ziel ist es, spielerisch schwimmen zu lernen und das Fr√ľhschwimmerabzeichen ‚ÄěSeepferdchen‚Äú zu erreichen. Erst etwa ab dem sechsten Lebensjahr besitzen Kinder die F√§higkeit, Arme und Beine gleichzeitig zu koordinieren ‚Äď eine wichtige Voraussetzung, um die unterschiedlichen Schwimmtechniken zu erlernen. Nat√ľrlich entwickelt und lernt jedes Kind in einem individuellen Tempo. Deshalb sind Altersangaben immer nur Anhaltspunkte.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN
BeitragVerfasst: 10.06.2014, 10:37 
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Ab wann ist ein Kind sicher im Wasser?

Alleine das Seepferdchen geschafft zu haben, bedeutet nicht, auch wirklich gut schwimmen zu können. Dazu gehört auch nach dem Schwimmkurs noch viel Übung. In dieser Zeit ist noch immer eine erhöhte Aufmerksamkeit bzw. Aufsicht notwendig!

Kinder lernen ‚Äď genau wie Erwachsene - schubweise: Eine gewisse Zeit machen sie Fortschritte, dann kann eine Phase des Stillstands kommen, der dann aber wieder der Fortschritt folgt. Geduld und viele Gelegenheiten zum √úben sind gefragt!

Das Schwimmabzeichen (in Bronze ‚Äď besser Silber) ist f√ľr sicheres Schwimmen bzw. die ‚ÄěSchwimmf√§higkeit‚Äú von Kindern ein guter Anhaltspunkt. Die DLRG stellt hohe Anforderungen, ehe sie von Schwimmf√§higkeit bei Kindern spricht:

- Sich unter Wasser genauso gut zurecht finden wie √ľber Wasser
- 15 Minuten ohne Halt und ohne Hilfen im tiefen Wasser schwimmen können
- Auf dem R√ľcken genauso gut schwimmen k√∂nnen wie auf dem Bauch
- Mehrere Spr√ľnge beherrschen
- Beim Wasserschlucken nicht anhalten m√ľssen

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN
BeitragVerfasst: 10.06.2014, 15:47 
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Bei der Auftaktveranstaltung zum Kindersicherheitstag wies Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf die Gefahren im und am Wasser hin.

"Beim heutigen Kindersicherheitstag geht es um die Sicherheit am und im Wasser. Gerade vor Beginn der diesj√§hrigen Bade- und Ferienzeit, ist es mir ein wichtiges Anliegen, zusammen mit der BAG auf m√∂gliche Gefahren f√ľr Kinder aufmerksam zu machen. Ertrinkungsunf√§lle sind eine der h√§ufigsten Unfallarten, die im Kindesalter zum Tode f√ľhren. Die Zeit zum Handeln ist sehr kurz. Ziel des Kindersicherheitstages ist es, Eltern und Kinder zu informieren, wie sie Gefahren am und im Wasser vermeiden und sich in Gefahrensituationen angemessen verhalten k√∂nnen. Daher habe ich gerne die Schirmherrschaft √ľbernommen."

Quelle: http://www.bundesgesundheitsministerium.de - 10.06.2014

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN
BeitragVerfasst: 11.06.2014, 09:02 
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Beiträge: 4465
Pressemitteilung vom 10. Juni 2014

Anl√§sslich des diesj√§hrigen Kindersicherheitstages richtet die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit f√ľr Kinder e.V. den Fokus auf das Thema ‚ÄěSicherheit im und am Wasser‚Äú. Ertrinkungsunf√§lle f√ľhren bei Kindern deshalb zum Tode, weil die Spanne zwischen Leben und Tod sehr kurz ist. Nur wenige Sekunden, in denen ein Kind am oder im Wasser unbeaufsichtigt ist, k√∂nnen daher √ľber sein Schicksal entscheiden.

Die Unfallherg√§nge unterscheiden sich ma√ügeblich mit dem Alter der Kinder: Als typischer Unfallort steht bei S√§uglingen mit 75 Prozent der t√∂dlichen Ertrinkungsunf√§lle das Zuhause und vor allem, die Badewanne. Das Spielen an offenen Gew√§ssern, wie z.B. am Teich oder am Bach ist die Hauptgefahr f√ľr ein- bis vierj√§hrige Kinder, gefolgt von privaten Swimmingpools. Ab dem Grundschulalter passieren Ertrinkungsunf√§lle zu mehr als 90 Prozent au√üerhalb des h√§uslichen Bereichs. Mehr als ein Drittel der Badeunf√§lle geschehen in diesem Alter am Meer, an Seen und Fl√ľssen.

Dazu Bundesgesundheitsminister Hermann Gr√∂he: "Beim heutigen Kindersicherheitstag geht es um die Sicherheit am und im Wasser. Gerade vor Beginn der diesj√§hrigen Bade- und Ferienzeit, ist es mir ein wichtiges Anliegen, zusammen mit der BAG auf m√∂gliche Gefahren f√ľr Kinder aufmerksam zu machen. Ertrinkungsunf√§lle sind eine der h√§ufigsten Unfallarten, die im Kindesalter zum Tode f√ľhren. Die Zeit zum Handeln ist sehr kurz. Ziel des Kindersicherheitstages ist es, Eltern und Kinder zu informieren, wie sie Gefahren am und im Wasser vermeiden und sich in Gefahrensituationen angemessen verhalten k√∂nnen. Daher habe ich gerne die Schirmherrschaft √ľbernommen."

Die richtige Einsch√§tzung von drohenden Gefahren und der F√§higkeiten der Kinder kann lebensrettend sein. ‚ÄěEltern √ľbersch√§tzen ihre Kinder und gehen davon aus, dass in wenigen Sekunden nicht viel passieren kann. Dies entspricht aber nicht der Realit√§t. Kinder ertrinken schnell, und sie ertrinken leise‚Äú, warnt Dr. Stefanie M√§rzheuser, Pr√§sidentin der BAG und Kinderchirurgin an der Charit√© in Berlin.
Die Pr√§ventionsm√∂glichkeiten gegen Ertrinken sind vielf√§ltig. Dazu z√§hlt die Kenntnis √ľber Gefahrensituationen sowohl bei Eltern als auch bei Kindern, die umfassende Aufsicht durch die Eltern und eine fr√ľhzeitige Gew√∂hnung an das Wasser. Die Gefahren lassen sich weiter einschr√§nken, wenn Kinder rechtzeitig lernen, sicher und ausdauernd zu schwimmen. Genauso wichtig ist es aber auch zu wissen, wie etwa Schwimmhilfen oder Spielsachen wie Badeinseln richtig eingesetzt werden sollten.

Mit dem Kindersicherheitstag 2014 ‚ÄěPlanschen. Baden. Schwimmen. Sicher geht das!‚Äú verfolgt die BAG das Ziel, auf die Gefahr von Ertrinkungsunf√§llen aufmerksam zu machen und Pr√§ventionsma√ünahmen anzusto√üen. Sie m√∂chte so dazu beitragen, die Zahl ertrunkener Kinder und beinahe ertrunkener Kinder mit schwersten gesundheitlichen Sch√§digungen zu verringern. Hierbei kooperiert die BAG mit ihren Mitgliedsorganisationen wie z.B. der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, dem Bundesverband f√ľr Aquap√§dagogik und der Deutschen Kinderhilfe. Sie unterst√ľtzt regionale Partner wie √∂rtlichen Vereine, Schwimmb√§der, Schwimmschulen oder Elterninitiativen mit Aktionsideen und Materialien.

Die Auftaktveranstaltung heute in Berlin, und zwei weitere Aktionen in Hamburg und K√∂ln sollen zahlreiche regionale Veranstaltungen in ganz Deutschland nach sich ziehen. Zudem gibt die BAG neben ihrem Aktionsposter einen Elternflyer mit Tipps zum Thema ‚ÄěSicherheit im und am Wasser‚Äú heraus und stellt vielf√§ltige Informationen als ‚ÄěFact Sheets‚Äú im Internet unter www.kindersicherheit.de zur Verf√ľgung.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN - Kindersicherheitstag
BeitragVerfasst: 13.06.2014, 13:47 
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Wir wissen, dass Unf√§lle mit Kindern der h√§ufigste Grund sind, warum Kinder ins Krankenhaus m√ľssen. Zudem wissen wir, dass etwa 60 Prozent der Unf√§lle, also mehr als die H√§lfte, vermeidbar sind. Wenn man n√§mlich wei√ü, wie Unf√§lle bei Kindern passieren, dann kann man die verhindern.

Unter

http://www.ka-news.de/ratgeber/familie/ ... 63,1410950

finden Sie ein Interview mit Dr. Stefanie M√§rzheuser, Pr√§sidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit f√ľr Kinder e.V., zu Kinderunf√§llen am Wasser, dem Thema des Kindersicherheitstages 2014, und zu anderen Unfallgeschehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN - Kindersicherheitstag
BeitragVerfasst: 18.06.2014, 11:23 
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Kleine Kinder ‚Äď eine Risikogruppe

F√ľr kleine Kinder ist die Gefahr zu ertrinken besonders hoch. Kinder im Alter von 1-4 Jahren haben eine h√∂here Sterblichkeitsrate als 10-14J√§hrige. Die Todesf√§lle durch Ertrinken sind in den letzten 15 Jahren gesunken. Eine Ausnahme zu diesem Trend bildet nach Daten der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) der Sommer 2013, einem ungew√∂hnlich hei√üen Sommer mit entsprechend vielen Badeunf√§llen.


Ertrinken und andere Todesfälle

Die amtliche Todesursachenstatistik 2013 des Statistischen Bundesamtes liegt noch nicht vor, weshalb sich die im Folgenden dargestellten Zahlen zur Gesamtzahl der tödlichen Unfälle auf das Jahr 2012 beziehen. Die Rolle des Ertrinkens als eine der häufigsten tödlichen Unfallarten wird aus der Tabelle ersichtlich. Ertrinken ist in allen Altersstufen eine große Gefahr. Die Umstände, unter denen Kinder ertrinken, sind jedoch nach Alter und Entwicklungsstand sehr verschieden.


Gefahren durch Wasser ‚Äď wo und wie?

Um differenzierte Aussagen zu den Unfallherg√§ngen treffen zu k√∂nnen, ist die Betrachtung einer gr√∂√üeren Fallzahl notwendig. Dies erfolgte in einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes zum Verletzungsgeschehen bei Kindern f√ľr die Jahre 1998 bis 2011. Die Datenerfassung basiert seit 1998 auf dem Internationalen Klassifikationssystem ICD 10 - seit
her sind vergleichende Analysen möglich.

Säuglinge
ertrinken meistens zu Hause. Die Daten von 1998 bis 2011 zeigen, dass in diesem Zeitraum 36 Säuglinge ertrunken sind, davon 27 - das sind 75 % - zu Hause. Allein 19 dieser Fälle geschahen in der Badewanne.

1-4Jährige
dagegen ertrinken am h√§ufigsten beim Spielen am Wasser. Von den 483 Kindern dieses Alters, die von 1998-2011 ertrunken sind, passierten zwei Drittel nicht zu Hause, sondern an nat√ľrlichen Gew√§ssern. Von den 54 Kindern, die in diesem Alter in einem Schwimmbecken ertrunken sind, geschahen die Unf√§lle bei 36 Kindern im Privatbereich und nicht in √∂ffentlichen Schwimmb√§dern.

Kinder und Jugendliche von 5-14 Jahren
verungl√ľcken zumeist beim Baden gehen. 92 % der Ertrinkungsunf√§lle geschehen au√üerhalb des h√§uslichen Bereichs ‚Äď aber nicht prim√§r im Schwimmbad, sondern in Seen, Fl√ľssen oder im Meer.


Beinahe-Ertrinken hat schwerste Folgen

Auch wenn ein Kind nur "beinahe" ertrinkt, kann es innerhalb k√ľrzester Zeit durch den Sauerstoffmangel bleibende schwerste Behinderungen erleiden. Experten gehen davon aus, dass auf jeden t√∂dlichen Ertrinkungsunfall mindestens 5-10mal so viele schwer verletzte Kinder kommen.

Eine Dissertation (Th√ľner 2004) zu station√§r behandelten Ertrinkungsunf√§llen bei 734 Kindern und Jugendlichen konnte zeigen, dass (Beinahe-)Ertrinkungsunf√§lle in jeder denkbaren Wasserstelle statt fanden, selbst bei einer Wassertiefe von minimal 3 cm.

Insgesamt f√ľhrte ein Ertrinkungsunfall in 11,5% der F√§lle zum Tod, in 4% zum apallischen Syndrom (Wachkoma) und in 5,5% zu neurologischen Defiziten. 79,1 % der Kinder √ľberlebten den Beinahe-Ertrinkungsunfall ohne bleibende gesundheitliche Sch√§digung.

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 Betreff des Beitrags: Re: GEFAHRENPUNKT IM JUNI: ERTRINKEN - Kindersicherheitstag
BeitragVerfasst: 25.06.2014, 17:11 
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Registriert: 10.01.2005, 13:53
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Fehlende Aufsicht durch Erwachsene ist in den meisten F√§llen Grund f√ľr das Ertrinken von Kindern. Eltern sehen die Risiken beim Schwimmen nicht so, wie es notwendig w√§re, warnt die Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG.

1. Viele Eltern unterschätzen, wie schnell das Ertrinken gehen kann. Ein Kind kann in weniger als 20 Sekunden lautlos untergehen. Reagiert man nicht sofort, kann es zu schweren Unfällen kommen.
2. Oft wird vergessen, dass Kinder auch in wenig tiefem Wasser in Gefahr kommen k√∂nnen. Die ideale Wassertiefe f√ľr kleine Kinder liegt bei circa 20 Zentimeter.
3. Schwimmhilfen werden oft √ľbersch√§tzt: Fl√ľgeli helfen zwar beim Schwimmenlernen, sie bieten aber nicht totale Sicherheit. Kinder die Schwimmringe oder ‚ÄďFl√ľgeli tragen, m√ľssen dennoch immer beaufsichtigt werden.

Bild

Quelle: http://www.srf.ch - 25.06.2014

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