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 Betreff des Beitrags: GEFAHRENPUNKT IM MÄRZ: Unfälle in der Freizeit
BeitragVerfasst: 01.03.2014, 16:22 
Expertin
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Registriert: 10.01.2005, 13:53
Beiträge: 4465
Ein kurzer Blick in die (Unfall-) Statistik: In Deutschland leben zur Zeit circa 15,5 Mio. Kinder und Jugendliche. Rund 900.000 von ihnen erleiden jedes Jahr einen Unfall, der so schwer ist, dass ein Arzt konsultiert werden muss. Allein 456.000 dieser Unfälle ereignen sich beim Freizeitsport. Besonders häufig betroffen sind Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren und Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. Auffällig ist zudem, dass Jungen dieser Altersgruppe häufiger verunfallen als Mädchen. Die unfallträchtigste Freizeitbetätigung ist dabei der Mannschaftssport (41,8% aller Freizeitsportunfälle), vor allem der Fußball. Allerdings nicht, weil diese Sportarten so gefährlich sind, sondern weil sie besonders beliebt sind. Unfaires und regelwidriges Verhalten sind die häufigsten Gründe für Verletzungen. Weitere typische Gefahrensituationen entstehen beim Radfahren (17,7% der Unfälle), beim Skaten (11,1% ) und – zumeist für Mädchen – beim Reiten (6,3%). Was in dieser Statistik nicht auftaucht: Die große Zahl der Unfälle, die durch vorbeugende Maßnahmen ohne weiteres vermeidbar wäre ...

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Eines sollte man aus diesen Daten auf keinen Fall herauslesen: Dass Kinder und Jugendliche wegen der Gefahren auf Sport verzichten sollten. Ganz im Gegenteil, Kinder sollten regelmäßig und auf vielfältige Weise aktiv werden, denn Bewegung bildet die Basis für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Vor allem aber: Kinder mit guten motorischen Fähigkeiten verunfallen seltener und profitieren ihr Leben lang von den gesammelten Bewegungserfahrungen. Leider ist die Eigenmotivation zum Sport durch andere attraktive Freizeitangebote wie Computerspiele oder Fernsehen bei vielen Kindern sehr gering. Als Eltern sollten Sie deshalb Ihre Kinder „in Bewegung bringen“: Schaffen Sie Bewegungsanreize im Alltag und regen Sie dazu an, draußen zu spielen! Oder ermutigen Sie Ihre Kinder zu einer Mitgliedschaft in einem Sportverein. Feste Trainingszeiten, eventuell verbunden mit der Teilnahme an Meisterschaften, motivieren Kinder und Jugendliche, sich zu betätigen. Vereine sind daher ein sehr gutes und empfehlenswertes Freizeitangebot.

Abenteuerlust, Nervenkitzel und Grenzsituationen – das sind typische Bedürfnisse von Jugendlichen. Mit unkonventionellen Sportgeräten werden scheinbar unmögliche Bewegungsaufgaben gelöst. Zum Beispiel: mit einem Skateboard auf einen Handlauf zu springen und herunterzurutschen. Stürze und kleinere Schrammen gehören in diesem Falle zum Üben dazu. Größere Verletzungen können hingegen vermieden werden, wenn einige grundlegende Sicherheitshinweise beachtet werden. Übrigens ohne, dass dadurch der Spaß am Sport beeinträchtigt wird! Gerade bei Situationen, die an Grenzen gehen, ist ein hohes Maß an (Selbst-) Disziplin und Verantwortung gefragt. Jugendliche müssen erkennen können, wo der Spaß aufhört und wo eine ernsthafte Gefahr entsteht. Dazu sind sie nur dann in der Lage, wenn sie frühzeitig zu einem umsichtigen Verhalten erzogen werden. Und darüber hinaus darin bestärkt werden, selbst gegen eine Gruppe vernünftige Entscheidungen für sich zu treffen. Eltern sollten ihren Kindern deshalb altersentsprechend Verantwortung übertragen und sie für Gefahren sensibilisieren.[/b]

Unsere Empfehlungen:
- Helle und reflektierende Kleidung hilft im Straßenverkehr, Kinder bei Dunkelheit frühzeitig zu erkennen. Reflektoren kann man auch selbst anbringen! Kordeln sollten aus der Freizeitbekleidung entfernt werden: Man kann daran hängen bleiben und sich strangulieren. Im Rucksack beim Spielen und Sport treiben keine Glasflaschen oder spitze Gegenstände transportieren!
- Beim Kauf von Spiel- und Sportgeräten immer auf die CE-Kennzeichnung achten. Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) ist ein Hinweis auf hohe Sicherheitsstandards und Qualität.
- Sportarten wie Skateboard fahren, BMX fahren, Klettern und Snowboarden sollten nicht außerhalb von überwachten Anlagen (Halfpipe, Kletterhallen, markierte Pisten etc.) ausgeübt werden. Ein unbekanntes Gelände birgt unüberschaubare Gefahren, zudem ist die Hilfe im Notfall nicht gewährleistet.

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Lis Dammann
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